Frühjahrsnester und Königinnen im Fokus 

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) beschäftigt uns in Erkrath und Hochdahl inzwischen regelmäßig. In diesem Frühjahr sind erneut mehrere embryonale Nester aufgetaucht – die ersten kleinen Bauten, mit denen eine Königin ihre Kolonie gründet.

Auf dem ersten Foto seht ihr drei unterschiedlich große Brutteller aus solchen Frühjahrsnestern. Links ein ganz junges Nest mit leeren Zellen, in der Mitte ein etwas weiter entwickeltes mit ersten Brutspuren, und rechts ein Nest, in dem bereits Larven zu erkennen sind. Diese winzigen Strukturen sind der Anfang eines ganzen Volkes – faszinierend und zugleich alarmierend, wenn man bedenkt, wie schnell sich daraus im Sommer eine große Kolonie entwickeln kann.

Das zweite Foto zeigt zwei Königinnen der Asiatischen Hornisse im Größenvergleich. Beide stammen aus Funden in Erkrath und liegen nebeneinander auf einer hellen Unterlage mit Maßstab. So wird deutlich, dass die Tiere etwa 2,5 bis 3 cm groß sind – kleiner als unsere heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro), aber ebenso imposant. Gerade im Frühjahr sind es diese Königinnen, die unterwegs sind, Nistplätze suchen und die ersten Nester bauen.

Für mich ist es jedes Jahr aufs Neue beeindruckend, wie viel Energie in diesen kleinen Strukturen steckt. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig frühe Beobachtungen sind: Wird ein embryonales Nest rechtzeitig entdeckt und gemeldet, kann die Ausbreitung lokal gebremst werden.

Deshalb gilt: Wer eine Hornisse oder ein kleines Nest entdeckt, sollte Abstand halten, möglichst ein Foto machen und die Sichtung über mein Meldeportal oder die zuständigen Stellen melden. Jede Meldung hilft, das Monitoring in Erkrath zu verbessern und unsere Bienen zu schützen.