20.11.2025: Varroabehandlung 2025
🐝 Die Varroamilbe – eine stille Bedrohung im Bienenstock
Die Varroamilbe ist ein winziger Parasit – kaum 1,5 mm groß –, aber für Honigbienen weltweit eine der größten Gefahren. Sie stammt ursprünglich aus Asien und hat sich seit den 1970er Jahren weltweit verbreitet. Heute ist sie in jedem Bienenvolk in Mitteleuropa präsent – und ohne Behandlung kaum zu kontrollieren. Sie saugt Bienenblut (Hämolymphe): Besonders bei Larven und jungen Bienen schwächt sie das Immunsystem und verkürzt die Lebensdauer. Sie überträgt Viren: Vor allem das Deformierte-Flügel-Virus (DWV), das zu missgebildeten, flugunfähigen Bienen führt. Sie vermehrt sich schnell: In der verdeckelten Brut legt die Milbe Eier – und nutzt die geschützte Umgebung zur Fortpflanzung. Sie bleibt oft unbemerkt: Ein Volk kann äußerlich gesund wirken, während es innerlich bereits stark geschädigt ist.
Im Juli habe ich bei Paul Simon und Phil Collins die Königin gekäfigt. So konnte die Brut auslaufen – und die Milben saßen auf den erwachsenen Bienen, wo sie leichter zu erwischen sind. Bei Billy Joel, Sting und Van Morrison habe ich mit Apivar-Streifen gearbeitet – eine klassische Methode mit Wirkstoff, der über mehrere Wochen wirkt.
Im September und Oktober folgte die finale Runde: Alle fünf Völker wurden mit Oxalsäure bedampft – eine effektive Winterbehandlung, die die Restmilbenzahl deutlich senkt.
